Entdeckertag

 

Didaktisch-methodische Ausgestaltung des Entdeckertages

 

Hochbegabung ist zunächst nichts anderes als die Fähigkeit bzw. das Potenzial, Leistungen zu erbringen. Kinder, bei denen eine Hochbegabung diagnostiziert ist, zeichnen sich vielfach durch ein hohes Detailwissen in einzelnen Bereichen, ein schnelles Arbeitstempo und ein rasches Durchschauen von Ursache-Wirkungs-Beziehungen, die bestimmten Vorgängen zugrunde liegen, aus. Das ausgeprägte Interesse dieser Kinder an ganz bestimmten Problemstellungen, insbesondere auch an Erwachsenenthemen wie Politik, Religion oder Philosophie erfordert eine Unterrichtsmethodik, die auf die Voraussetzungen und speziellen Bedürfnisse dieser Zielgruppe eingeht.

 

Im Folgenden sollen methodisch-didaktische Prinzipien erläutert werden, die im Rahmen des Entdeckertages Anwendung finden sollen.

 

Entdeckendes Lernen

 

Eine Form des Entdeckenden Lernens meint die Entdeckung der Welt durch die Lernenden selbst. Vorteil dieser Form ist, dass die eigenständig erarbeiteten Erfahrungen in konkretem Bezug zu der Lebenswelt der Lernenden stehen.

Im ursprünglichen Sinn ist Entdeckendes Lernen eine Lernmethode im offenen Unterricht der Naturwissenschaften, die auf der Entdeckung von Naturphänomenen anhand von Versuchen beruht. Somit besteht ein direkter Zusammenhang zu einem inhaltlichen Schwerpunkt des Entdeckertages, dem Durchführen von Experimenten.

Andererseits erfordert das Prinzip des Entdeckenden Lernens eine hohe Leistungs- und Anstrengungsbereitschaft, die gerade hochbegabte Kinder mit großer Ausdauer und Intensität zeigen.

Underachiever können so auch wieder an eine Leistungsbereitschaft herangeführt werden, da sie hier Erfolge sehen können.

 

 

Vermittlung von Methodenkompetenz

 

Methodenkompetenz meint die Fähigkeit, sich Informationen zu beschaffen, diese zu strukturieren, zu bearbeiten, Wissen zu behalten und darzustellen.

Diese Fähigkeit ist eine grundlegende Voraussetzung insbesondere auch für hochbegabte Schüler, um ein erfolgreiches Lernen zu ermöglichen.

Klippert geht von einem erweiterten Lernbegriff aus und legt den Schwerpunkt auf das eigenverantwortliche, methodisch-strategische Lernen des Schülers.

Damit sind Fähigkeiten wie das Organisieren und Strukturieren von Lerninhalten, das Exzerpieren von Fachwissen oder das Planen einer gewissen Vorgehensweise gemeint.

 

Dieser ganzheitliche Umgang mit entsprechenden methodischen Strategien sowie das eigenverantwortliche und fächerübergreifende Lernen erscheinen uns in besonderer Weise für hochbegabte Schüler geeignet, da die gesamte Persönlichkeitsentwicklung des Kindes positiv beeinflusst wird.

Die Schüler sollen dadurch befähigt werden, Sachverhalte selbstständig zu erforschen, aber auch das Entdeckte anderen präsentieren zu können, wobei die Präsentation mit Hilfe des Computers hierbei einen Schwerpunkt darstellen wird.

 

Nachhaltiges Lernen

 

Der gezielte Einsatz von Methoden im Unterricht kann die Lernergebnisse von Schülern entscheidend beeinflussen. So können Schüler sich Lerninhalte längerfristig merken, wenn sie im Unterricht dazu angehalten werden, sich selbstständig und handlungsorientiert mit Lernangeboten zu beschäftigen.

Nachhaltiges Lernen hat das Ziel einen möglichst dauerhaften Erwerb von Kenntnissen und Fertigkeiten zu sichern.

Dabei stehen das Verstehende Lernen gegenüber dem Auswendig Lernen und der unmittelbare Bezug des Lerninhalts zum Lebensalltag des Schülers im Vordergrund.

Auf diese Weise gelingt es den Kindern, bereits erworbene Kenntnisse und neue Lernherausforderungen mit Hilfe von bestimmten Arbeitstechniken sinnvoll miteinander zu verknüpfen.

 


Die Lernentwicklung der Kinder soll in einem Portfolio dokumentiert werden.

 

 

Ihre Ansprechpartner für die Entdeckertagsschule an unserer Schule

 

  • Frau Johanna Hoffmann (Gruppe1)
  • Frau Angela Equart (Gruppe 2)